Einstellungen

Astrometrica ist ein sehr gutes Werkzeug für Astrometrie, vorausgesetzt man hat die richtigen Einstellungen für das eigene Aufnahmesystem gefunden. Untere Abbildungen dokumentieren die grundlegende Einstellungen.

 

Unter Program Setting - CCD Tab sollten am Anfang die Teleskopbrennweite und der Positionswinkel der CCD Kamera eingegeben werden. Der Positionswinkel zeigt wie die Verdrehung der Kamera gegenüber der Himmelsrichtungen. Die genaue Brennweite und der Winkel ergeben sich nach dem eine Aufnahme eingelesen wurde und zur Deckung mit den Referenzsternen gebracht wurde.

 

Die Daten des CCD Chips entnimmt man der Dokumentation der Kamera, bei 16bit liegt die Sättigung bei ~65000 abhängig von dem Abzug eines Dunkelbildes.

Nach dem Laden eines Bildes kann es vorkommen, dass die Aufnahme gespiegelt dargestellt wird. Dazu ändert man die Flip-Einstellung (Horizontal oder/und Vertical), hilfsreich ist der Vergleich mit einer Sternkarte und dem aufgenomenen Bild.

 

In dem File Header der ATIK Aufnahmesoftware wird der Anfang der Bildaufnahme in UT Time dokumentiert, das ist auf jedem Fall zu überprüfen und abgleichen mit dem "Offset from UT" in Astrometrica.

Rechner Zeitsynchronisation
Rechner Zeitsynchronisation

 

Die aktuelle Zeit kann mit dem DCF77 Sender abgeglichen werden. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) sendet ein Datensignal für Datum und Uhrzeit. Die Zeitsynchronisation des Rechners funktioniert zB.: mit einem DCF-77 Radio Clock (auch als USB Version).

Die PTB bietet über das Internet einen Zeitserver an (zB.:ptbtime1.ptb.de ) der unter "Eigenschaften von Datum und Zeit/Internetzeit" einzustellen ist, siehe obere Abbildung.

Der USNO-B1.0 Katalog des United States Naval Observatory zeigt 1.042.618.261 Objekte bis zu 21mag mit einer Genauigkeit von 0,2" (Epoche J2000.0). Der Katalog entstand aus der Digitalisierung von Photoplatten

verschiedener Sky Surveys in den letzten 50 Jahren. Die Anwendung des Katalogs ist nicht mehr empfohlen, die Daten können aber weiterhin mit Astrometrica ausgewertet werden.

Der neue UCAC-4 Katalog enthält über 113 Mio. Objekte des gesamten Himmels bis 16 mag, für ca. 105 Mio. davon liegen auch Eigenbewegungen vor. Diese Katalogserie findet sowohl in der Astrometrie von Kleinplaneten als auch in der Berechnung von Sternbedeckungen Anwendung.

Zur Übersicht der Sternkataloge in Astrometrica, siehe Star Catalogs und "Sternkataloge in der Kleinplaneten-Astronomie" von Mike Kretlow.

 

 

Der "Upper Limit" richtet sich nach der Sättigung der Sternabbildung, in dem Bsp. es werden keine Sterne heller als 7mag als Referenzsterne verwendet.

Stacking

Mit "Track and Stack" werden die dark/flat korrigierten Bilder geladen. Unter Object wird der aufgenommene Komet eingetragen und über das MPC werden die Kometendaten (Speed, P.A.) aktualisiert. 

 

Danach führt Astrometrica die Bildausrichtung und Stacking aus. Man kann die Ausrichtung manuell vornehmen (Kameraposition und die Brennweite unter "Scale and Orientation" genau definiert) oder automatisch.

Das fertige Bild ist auf den Kometen zentriert. Über Object Verification kann man sich noch die Kometendaten anzeigen und speichern, falls man einen Report an die MPC schicken will.

 

Externe Links